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Organspende, es geht uns alle an

 

Organspende bei Kindern und Jugendlichen – Ein schweres Thema                                            Anklicken >>>

 

Insbesondere bei Kindern, die unser aller Zukunft bedeuten, ist es besonders schwer geeignete Spenderorgane zu bekommen. Eltern, die entscheiden sollen ob sie die Organe ihrer verstorbenen Kinder für eine Organentnahme freigeben, sind einer besonders großen Belastung ausgesetzt. Das Dilemma besteht darin, dass die Entscheidung oft schnell und unvorbereitet getroffen werden muss. Da bedarf es einer professionellen und einfühlsamen Begleitung.  Die meisten Menschen können den Schmerz über den Verlust des eigenen Kindes nur erahnen. Der Tod eines Kindes ist immer sinnlos! Aber vielleicht kann das Gefühl, andere Kinder retten zu können, ein wenig Kraft geben um im Leben weiter zu machen?

 

Ein Kind, welches diese Welt viel zu früh verlassen musste, kann mittels Organspende mehrere schwer kranke Kinder retten. Ihre Leiden lindern. Ihren Familien eine neue glückliche Zukunft schenken. Wenn die oft traurigen Augen kranker Kinder ihr glückliches Strahlen zurückbekommen, dann leuchtet darin die Lebensenergie des Spender-Kindes mit. Ein Teil von ihm lebt auf diese Weise weiter. Gestaltet die Zukunft dieser Welt noch mit. Vielleicht ein kleiner Trost der den Eltern von „Sternenkindern“ Halt geben kann? Das Gefühl, dem sinnlosesten was es gibt, dem Tod des eigenen Kindes, ein großes Stück Hoffnung für das Leben andere Kinder abgerungen zu haben.

 

Eine Mutter, deren Tochter als Jugendliche verstarb, sagte mir einmal, dass es für sie ein schöner Gedanke gewesen wäre, wenn das Herz ihres Kindes bei jemand anderem weiter geschlagen hätte. Es war in dem Fall leider nicht mehr möglich. Aber bitte, dort wo es diese Möglichkeit noch gibt, eröffnet anderen Kindern im Fall der Fälle eine Chance zu leben! Mein Leben wurde durch ein Spenderherz gerettet. Denkt bitte über einen Organspenderausweis nach.

 

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NDR - Dokumentation „Ein neues Herz für Jasmin“ vom 16.06.2017

 

 

Organspenderausweis – Widerspruchslösung und was sonst noch wichtig ist

 

Tragt bitte einen Organspenderausweis bei euch und klärt das Thema rechtzeitig mit und für eure Angehörigen ab. Sie haben im Zweifelsfall die schwere Entscheidung zu treffen. Organspende ja oder nein? Gebt ihnen die erforderliche Entscheidungssicherheit was eure eigenen Wünsche betrifft.

 

Am sichersten ist es alles in schriftlicher Form festzuhalten. Die Patientenverfügung mit Vorsorgevollmacht über einen Notar erscheint mir am geeignetsten. Diesen Weg hatte ich für mich gewählt, lange bevor klar war, dass ich selber mal ein neues Herz benötigen würde. Dann war dieser Moment ganz plötzlich Realität. Da war es zumindest beruhigend, die eigenen Belange vorab geklärt zu haben.

 

Ob sich jemand für oder gegen eine Organspende entscheidet ist dabei nicht das Wichtigste. Man sollte es nur rechtzeitig tun. Das erleichtert allen Beteiligten im Fall der Fälle eine den eigenen Wünschen entsprechende Entscheidung zu treffen. Ich persönlich wäre froh nach meinem Tod anderen eine neue Lebensperspektive geben zu können. Das muss aber jeder für sich selber entscheiden. Man kann im Organspenderausweis übrigens auch einzelne Organe ausschließen wenn man nicht alles spenden möchte.

 

Insbesondere bei Kindern, die unser aller Zukunft bedeuten, ist es besonders schwer geeignete Spenderorgane zu bekommen. Eltern, die entscheiden sollen ob sie die Organe ihrer verstorbenen Kinder für eine Organentnahme freigeben, sind einer besonders großen Belastung ausgesetzt. Das Dilemma besteht darin, dass die Entscheidung oft schnell und unvorbereitet getroffen werden muss. Da bedarf es einer professionellen und einfühlsamen Begleitung.  Die meisten Menschen können den Schmerz über den Verlust des eigenen Kindes nur erahnen. Der Tod eines Kindes ist immer sinnlos! Aber vielleicht kann das Gefühl, andere Kinder retten zu können, ein wenig Kraft geben um im Leben weiter zu machen?

 

Ein Kind, welches diese Welt viel zu früh verlassen musste, kann mittels Organspende mehrere schwer kranke Kinder retten. Ihre Leiden lindern. Ihren Familien eine neue glückliche Zukunft schenken. Wenn die oft traurigen Augen kranker Kinder ihr glückliches Strahlen zurückbekommen, dann leuchtet darin die Lebensenergie des Spender-Kindes mit. Ein Teil von ihm lebt auf diese Weise weiter. Gestaltet die Zukunft dieser Welt noch mit. Vielleicht ein kleiner Trost der den Eltern von „Sternenkindern“ Halt geben kann? Das Gefühl, dem sinnlosesten was es gibt, dem Tod des eigenen Kindes, ein großes Stück Hoffnung für das Leben andere Kinder abgerungen zu haben.

 

In vielen Ländern gilt die so genannte Widerspruchslösung. Wer sich nicht ausdrücklich gegen eine Organentnahme entscheidet ist automatisch Organspender. Ich halte diese Form für die beste Lösung. Wer seine Organe aus persönlichen oder religiösen Gründen nicht spenden möchte hat die Möglichkeit sich ausdrücklich dagegen zu entscheiden. So würden diejenigen, die sich bislang noch nicht damit beschäftigt haben, obwohl sie grundsätzlich vielleicht zu einer Spende bereit wären, automatisch mit einbezogen. Jeder wäre in dem Wissen, dass es eine Widerspruchlösung gibt, aufgerufen sich damit auseinander zu setzen. Im umgedrehten Fall, dass man sich wie bisher in Deutschland durch einen Organspenderausweis ausdrücklich dafür aussprechen muss, aber es keinen zwingenden Grund gibt sich damit zu beschäftigen, gehen viele potentielle Organe unnötig verloren. Die Anzahl gespendeter Organe ist rückläufig!

 

Verstärkt wird dieser Rückgang durch zurückliegende Skandale einiger weniger Transplantationsmediziner, die Daten manipuliert hatten um eigene Patienten auf der Warteliste nach oben zu bringen. Das ist natürlich nicht in Ordnung und wird nun hoffentlich stärker überwacht. Dennoch sollte das jetzt kein Grund sein von seiner Spendenbereitschaft abzurücken. Es ist kein Geld von Patienten geflossen, die sich ein Organ gekauft haben. Es ging wohl eher um hohe Fallzahlen, die das Renommee und damit indirekt die Einnahmen von wenigen Kliniken und Ärzten verbesserten. Aber letztendlich haben auch diese Organe Leben gerettet. Dass die Voraussetzungen für die Vergabe dort offenbar manipuliert wurden, dafür können die Patienten nichts.

 

Ein verfügbares Organ wird im Wesentlichen abhängig davon, wo es am besten passt, durch Eurotransplant in Holland vergeben. Die wichtigsten Kriterien sind Blutgruppe, Alter und Gewicht des Patienten. Es gibt sicher noch weitere Indikatoren, die nur Mediziner benennen können. Erst danach geht es darum, wer auf welcher Liste wie lange gelistet ist. Das ist von der jeweils aktuellen gesundheitlichen Verfassung des Patienten abhängig und wird in regelmäßigen Abständen durch ein vorgegebenes Verfahren neu festgestellt.

 

Bei Herzen gibt es z.B. eine Hochdringlichkeitsliste. Nach dem englischen Begriff „high urgent“ auch als HU-Liste bezeichnet. Wer dort gelistet ist wird bevorzugt berücksichtigt. Die Voraussetzungen sind unter anderem ein lebensbedrohlicher Zustand, austherapiert zu sein und einige medizinische Parameter müssen unterhalb festgelegter Werte liegen. Liegen die Voraussetzungen nicht mehr vor, wird man auf die normale Liste zurück gestuft oder eben umgekehrt. Kommen mehrere Empfänger in Frage bekommt der am längsten Wartende das erste Angebot. Nimmt der es nicht an geht es an den nächsten weiter.

 

Eurotransplant regelt die Verteilung von Organen innerhalb mehrerer europäischer Länder. Da aus Deutschland immer weniger Organe gemeldet werden entsteht ein Ungleichgewicht, bei dem wir möglicherweise durch die bessere Spendenbereitschaft und anderer gesetzlicher Regelungen in unseren Nachbarländern einseitig profitieren. Das widerspricht dem Solidargedanke der diesem System zugrunde liegt. Ich persönlich befürworte daher die oben beschriebene Widerspruchslösung. Aber auch deutsche Kliniken sind dringend aufgerufen mögliche Organspender an Eurotransplant zu melden. Das unterbleibt offenbar immer noch weil die Kosten- Nutzenrechnung mancher Krankenhäuser es wenig attraktiv machen. Wir können es uns einfach nicht leisten auf nur ein einziges Organ zu verzichten!

        

Macht euch bitte Gedanken über das Thema. Sprecht mit Freunden und Verwandten darüber. Lasst es nicht beim guten Vorsatz bewenden. Spenderausweise bekommt ihr kostenlos beim Arzt, in Apotheken, Kliniken, Krankenkassen und sogar zum Download im Internet. Helft mit verzweifelte Menschen von den Wartelisten zu holen. Es kann wirklich jeden treffen.

 

Und noch ein Gedanke ist für mich ganz wichtig. Niemand stirbt damit jemand anderes ein Organ bekommt. Jeder Spender wäre ohnehin gestorben. Er hatte keine Überlebenschancen. Erst wenn der Hirntod von mehreren Ärzten zweifelsfrei festgestellt wurde dürfen Organe, nach strengen Richtlinien durch Eurotransplant, entnommen werden. Es herrschen sehr hohe Standards. Ein Organhandel, wie er in Teilen der Welt mit Hilfe von korrupten Ärzten und Kliniken befürchtet wird, ist bei uns nicht möglich. Keine seriöse Klinik würde ein gekauftes Organ transplantieren!

 

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https://www.organspende-info.de/organspendeausweis/bestellen 

(Download Spenderausweis)