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Wer oder wie bin Ich - Womit müsst ihr rechnen

 

Vom Typ her bin ich allgemein umgänglich, freundlich, hilfsbereit. In persönlichen Dingen, bei Enttäuschungen, manchmal recht empfindlich? Ich biete Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Vertrauen. Erwarte das aber auch von anderen. Für echte Freunde setze ich mich ein so gut wie ich es eben kann. Neige in gewissen Abständen zu depressiven Phasen.

 

1964 geboren. Erste gesundheitliche Probleme bereits vor der Einschulung. Schwindel- und Panikattacken, die in bestimmten Situationen bis zur Bewusstlosigkeit führen können, wurden chronisch. Begünstigt durch eine ungünstige Kombination aus psychischen und physischen Problemen. Streitigkeiten, Unterdrückung, Erniedrigung, Formen von Gewalt, emotionale Kälte, das Gefühl nichts wert zu sein, alles falsch zu machen gehören zu den prägenden Erfahrungen. Es gibt nur wenige Erinnerungen an die Kindheit. Es gab vielleicht nicht viel, woran es sich zu erinnern lohnt, oder es wurde erfolgreich verdrängt?

 

Das Eingehen fester Bindungen ist mir nur schwer möglich. Ich brauche private Rückzugsmöglichkeiten. Mit Kontakten in räumlicher Distanz komme ich besser zurecht. Alleine fühle ich mich unabhängig und sicher. Streit empfinde ich als große Belastung. Versuche ihn zu vermeiden oder zu schlichten. Falls es nicht anders geht bin ich aber auch in der Lage ihn beharrlich auszutragen. Im Umgang mit anderen neige ich dazu eigene Probleme zurück zu stellen. Möchte niemandem zur Last fallen. Unzulänglichkeiten verbergen. Nicht im Zentrum des Geschehens stehen oder unnötig auffallen.

 

Ich war immer ein zielstrebiger Problemlöser der mit Logik und Ausdauer seine Ziele verfolgt hat. Manchmal mit dem Hang zum Perfektionismus. Das hat gesundheitlich bedingt mittlerweile etwas nachgelassen. Aufgrund eigener zum Teil extremer Erfahrungen kann ich mich gut in andere Menschen und Situationen hinein versetzen. Zwischen den Zeilen lesen. Die Sorgen derer, die mir wichtig sind, haben in der Regel Vorrang vor den eigenen Belangen. Damit tue ich mich erheblich schwerer und vernachlässige sie.

 

Altruistisches, selbstloses Verhalten, eine an sich positive Eigenschaft, birgt bei zu großer Ausprägung Risiken. Man neigt dazu sich ausnutzen zu lassen und wird manchmal schwer enttäuscht. Selbst wenn man es merkt will man es nicht wahr haben. Läuft Gefahr sich zu sehr in eine Situation hinein zu steigern. Das Nähe – Distanzverhältnis kann beeinträchtigt werden. Es ist schwer rational zu handeln wenn man emotional zu stark involviert ist.

 

Enttäuschungen oder Ablehnung können ein ohnehin negatives Selbstbild verstärken. Vor allem bei dem Gefühl überflüssig zu sein. Vielleicht sogar als Störfaktor wahrgenommen zu werden. Der Gedanke, wieder mal alles falsch gemacht, es eigentlich vorher schon gewusst zu haben, unerträglich. Die „selbsterfüllende Prophezeiung“ hat wieder zugeschlagen. Selbstvertrauen und Motivation tendieren dann gegen Null.

 

Seit frühester Kindheit leide ich unter einer Agoraphobie. Das ist eine Art Platzangst, die nicht auf enge Räume begrenzt ist. Situationen, denen man sich nicht ohne weiteres entziehen kann, können Auslöser sein. Kaufhäuser, Fahrstühle, Podium, Restaurant, weite Plätze, Ampeln, Staus, Zahnarztstuhl... Unwohlsein, Schweißausbruch, Schwindel, Panik, Übelkeit sind übliche Symptome. Man entwickelt ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten. Selbst wenn man sich einen Raum „zurück erobern“ konnte reicht eine einzige erneute Panikattacke aus um alles wieder auf Anfang zu setzen. Der Alltag und die sozialen Kontakte werden, ohne dass es einem bewusst wird, erheblich beeinträchtigt. Psychotherapie hat Verbesserungen gebracht.

 

Bei Stress, Schmerz oder emotionaler Belastung kamen in immer kürzer werdenden Abständen, neben den Panikattacken, echte Kreislaufprobleme hinzu. Unerträgliches Ohrensausen, Drehschwindel bis zur Bewusstlosigkeit. Diagnose „Vagovasale Synkope“, ausgelöst durch das vegetative Nervensystem. Dabei sackt das Blut in die Beine. Die Herz- Kreislaufproblematik und die Agoraphobie sind getrennte „Baustellen“, die sich leider in fataler Weise ungünstig beeinflussen. Das hat mich einige Male ins Krankenhaus gebracht.

 

Dez. 2000 - Vorderwandinfarkt

Feb. 2001 - Hinterwandinfarkt

Mrz. 2001 - 4 fach Bypass OP - Danach leichte Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses.

 

In weiterem Verlauf Schilddrüsenproblem, Blutdruckprobleme, Herzinsuffizienz (Herzleistungsschwäche), Herzrhythmusstörungen, Bewusstlosigkeit, Vorhofflimmern, Diabetes, Hypercholesterinämie, Bronchitis, Lungenentzündung, Sepsis (Blutvergiftung), Ödeme (Wassereinlagerungen) in Beinen, Lunge und Unterbauch (Aszites). Zunehmend Luftnot. Leberprobleme. Einige Klinik Aufenthalte.

 

2004  - 1. Defibrillator implantiert.

2006 - Psychischer Zusammenbruch (Burnout) nach medizinischen und persönlichen Schwierigkeiten. Depression, selbstverletzendes Verhalten, Suizidgedanken.

2008 - Psychosomatische Reha. (Rückwirkend ab 2007 verrentet)

2009 - Nach Bruch der Defi-Sonde 2. Defibrillator implantiert.

 

2011 - Am 29.09.2011 Herztransplantation im Herz und Diabetes Zentrum NRW Bad Oeynhausen. Klinikaufenthalt vom 03.05.2011 bis 25.10.2011 (176 Tage) (Davor 22 Tage in einer anderen Klinik)

 

Weitere Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses. Das äußert sich im Wesentlichen durch ein schlechtes Namensgedächtnis, Wortfindungsstörungen, Probleme beim Lesen. Abschnitte müssen mehrfach gelesen werden um sie zu verstehen. Entsprechende Schwierigkeiten beim Formulieren von Texten, Erstellen von Formeln oder  bei der Rechtschreibung. Häufigere Korrekturen erforderlich.

 

Im weiteren Verlauf insulinpflichtiger Diabetes, Thrombozytopenie, Hormonmangel, Osteoporose, Muskelkrämpfen, Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Gewichtszunahme, kleinere Entzündungen,  Infektionen, regionale Hautprobleme, Schlafstörungen, depressive Phasen, gelegentlich Kreislaufprobleme oder Unterzuckerung. Begrenzte Reisefähigkeit, von der Tagesform abhängig. Damit leider nicht planbar.

 

Berufliche Laufbahn

 

1979 – 1982 - Lehre zum Kfz-Mechaniker.

1982 – 1983 - Fortbildung Kfz Elektrik.

1984 - 1985 - Panzerschlosser. (Wehrpflichtiger) 

1985 – 1995 - 10 Jahre LKW Schlosser bei einer Spedition.

1995 – 2005 - 10 Jahre LKW Schlosser bei einer Spedition

(2001, nach der 1. Herz OP, als LKW Schlosser weiter gearbeitet,

ab 2004 Umschulung. Insolvenz der Spedition mit Entlassung 2005)

2004 - 2006 - Umschulung zum Bürokaufmann, Praktika.

2007 - 2008 – Halbtags „1 Euro Job“ Verwaltung.

2008 - Rente wegen Erwerbsminderung. (Rückwirkend ab 05.2007)

Gelegentlich stundenweise ehrenamtliche Tätigkeit.

 

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