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Gewalt = Zerstörte Seelen

 

Es gibt viele Möglichkeiten, die Seele eines Menschen zu zerstören! Jede für sich zieht ein ganz persönliches Schicksal nach sich. Die Folgen können dramatisch sein. Von der für immer gezeichneten Psyche, Dissoziations-Störungen nach traumatischen Erlebnissen (z.B. multiple Persönlichkeitsstörung), Borderline Erkrankung, Selbstverletzung, physische Erkrankungen, Drogen- oder Tablettensuchtsucht bis hin zum Suizid.

 

Opfer brauchen nicht euer Mitleid. Sie brauchen Unterstützung, Respekt und Mitgefühl. Praktische Hilfe. Mit "ach du Arme" kann man niemandem helfen. Solidarität und öffentliches Eintreten für die Rechte Schwächerer ist besser. Ohne Tabu und Berührungsängste.

 

Soziale Gewalt

Mobbing, Ausgrenzung, Verachtung. Hat man sich nicht schon mal selber dabei erwischt? Es ist einfacher wenn man auf der „richtigen“ Seite steht. Wer will schon zu den „Verlierern“ gehören. Da macht man doch lieber selber mit. Bewusst oder unbewusst. Beobachtet euch mal selber im alltäglichen Umgang.

 

Physische Gewalt

Prügel. Verbrühen. Verbrennen. Einsperren. Ob in der Kindheit oder in einer späteren Partnerschaft. Das bleibt nicht folgenlos! Auch die öffentliche Gewalt auf der Straße, in der Schule oder sonst wo gehört dazu.

 

Emotionale Gewalt

Erniedrigung. Demütigung. Liebesentzug. Nicht Beachtung. Vernachlässigung. Auch hier sind die Folgen für Kinder besonders schlimm!

 

Sexuelle Gewalt

Vergewaltigung ist auch in der Ehe strafbar! Ausnutzung von Abhängigkeiten. Perversionen aller Art. Sexuelle Erniedrigung eines Partners.

 

Sexueller Missbrauch

Eines der schlimmsten Dinge, die man einem Menschen antun kann. Bei sexuellem Missbrauch von Kindern oder Schutzbefohlenen sollte niemand weg sehen. Warum kommt es immer wieder dazu? Leute das geschieht nicht irgendwo, weit weg. Es geschieht in eurer Umgebung. Jeden Tag!

 

Es gibt viele weitere Formen alltäglicher Gewalt!

Eines ist aber ganz wichtig! Bei dem Verdacht akuter Gefahr unbedingt die Polizei rufen. Nicht wegschauen, nur weil das einfacher ist und man keinen Ärger haben möchte. Zeigt Zivilcourage! Stellt Öffentlichkeit her, schreitet notfalls ein.

 

Akzeptanz von Gewalt!

Es gibt aber auch einen Graubereich, in der Gewalt selbst von den friedlichsten Menschen akzeptiert oder angewandt wird. Wenn das erlebte Unrecht einfach zu groß ist, wenn unser Rechtssystem wie so oft schlicht weg versagt, wenn Täter kalt lächelnd den Gerichtssaal verlassen und das Opfer damit nochmals verhöhnt wird. Wenn gefühltes Unrecht durch unsere Justiz noch gefördert und belohnt wird. Siehe Insolvenz und Mietnomaden.

 

Ein Vermieter verliert seine Existenz, ohne viel gegen einen säumigen Mieter unternehmen zu können. Es dauert auf dem Rechtsweg einfach viel zu lang. Wer will es ihm verdenken, wenn er zu „anderen Mitteln“ greift. Dann bekommt der erfahrene Mietnomade noch  Recht und der Vermieter muss wie immer zahlen. Ich wäre auf Seiten des Vermieters, wodurch ich Gewalt akzeptiere.

Wenn ich selber betrogen werde, die Justiz mich im Regen stehen lässt. Der Täter sogar noch mit Klagen drohen kann. Seine Rechte offenbar höher angesiedelt sind als die des Geschädigten. Dann überlegt man es sich beim nächsten Mal ob es wirklich Sinn macht den Rechtsweg einzuschlagen. Andere Argumente sind vielleicht angebrachter und wirkungsvoller!?! Natürlich nicht ohne vorher eine gütliche Einigung versucht zu haben!

 

So fördert eine realitätsfremde Justiz die Akzeptanz von Gewalt. Bei akuter Gewalt gegen Kinder halte ich die Anwendung von Gewalt gegen den Täter in jedem Fall für gerechtfertigt. Doch auch hier, wurde die „Verhältnismäßigkeit“ dem Täter gegenüber überschritten wird der Helfer bestraft, der Täter bekommt Bewährung weil er sich nicht im Griff hat!

 

Als Beispiel sei hier an den Fall Bachmeier erinnert. Ja, es war Selbstjustiz, als Marianne Bachmeier den Mörder ihrer Tochter im Gerichtssaal erschoss. Diese Gewalt wurde aber von einer großen Mehrheit der Bevölkerung akzeptiert und als gerechtfertigt empfunden.

 

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Mobbing und Ausgrenzung

 

"Wer andere klein macht fühlt sich dadurch größer!" Genau das ist leider oft der Grund warum sich Menschen vermeintlich Schwächere suchen. Über die sie sich erheben können. Das erstreckt sich über alle Bereiche des Lebens. Was sich im Alltag, gewollt oder ungewollt, zu Mobbing, Ausgrenzung, Missgunst und Gewalt entwickeln kann. Niemand möchte gerne am unteren Ende einer Gesellschaft stehen. Hat Angst davor Ansehen zu verlieren. Benachteiligt zu werden. Nicht mithalten zu können. Sucht dann, nicht selten gemeinsam mit anderen bei denen er sich zugehörig fühlt, Personen oder Gruppen die im sozialen Gefüge noch weiter unten stehen. Um sich selber dadurch wenigstens ein Stück weit aufzuwerten.

 

Man fühlt sich besser wenn man weiß dass es Leute gibt, denen es noch schlechter geht als einem selbst! Die weniger erreicht haben. Bei denen man sich überlegen vorkommt. Auch das ist eine „menschliche“ Reaktion. Es macht aber einen Unterschied ob man jemanden persönlich kennt oder ihn von außen beurteilt. Bestehende Vorurteile lassen sich oftmals nicht aufrechterhalten wenn man sich persönlich kennen gelernt hat. Aus Ablehnung kann im Idealfall Freundschaft werden. Zumindest wenn der Wille dazu vorhanden ist.

 

Größere Gruppen und fremde Kulturen werden schnell als bedrohliche Masse wahrgenommen. Übertriebene oder einseitige Darstellung, die reale Probleme ausblendet, ist oft schädlich. Reißt neue Gräben auf. Anfängliche Hilfsbereitschaft könnte bei Überlastung kippen. Es wäre allerdings illusorisch zu glauben man könne sämtliche Unterschiede im Zusammenleben überwinden. Wo kulturelle Extreme aufeinander treffen, gültige Gesetze und Normen nicht akzeptiert werden, haben Toleranz und Entgegenkommen enge Grenzen. Friedliches Zusammenleben und innere Sicherheit sollte als das höhere Gut Vorrang haben. Null Toleranz für Kriminalität und Gewalt. Das heißt man muss auch bereit sein Leute wieder wegzuschicken. Damit hier alle Menschen, die es ehrlich meinen, friedlich und auf Augenhöhe zusammenleben können.

 

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